27. Juli 2026

PM: Trauer um CSD-Anschlag in Berlin – Grüne Jugend Dortmund kritisiert scharf die politische Instrumentalisierung durch CDU und Junge Union

Trauer um CSD-Anschlag in Berlin – Grüne Jugend Dortmund kritisiert scharf die politische Instrumentalisierung durch CDU und Junge Union

Nach dem Anschlag auf den CSD in Berlin drückt die Grüne Jugend Dortmund den Betroffenen und Hinterbliebenen ihr tiefes Mitgefühl aus.

Die Jugendorganisation verurteilt die Versuche konservativer und rechter Akteure, die Tat für politische Spaltung zu missbrauchen, auf das Schärfste. Die Verschiebung der Debatte auf die Täter, statt den Opfern irgendwelchen Raum zu geben, ist ein immer wieder aufkommendes Problem.

​Der Anschlag auf den CSD in Berlin sorgt in der queeren Community bundesweit für Trauer, Wut und Bestürzung. Die Grüne Jugend Dortmund betont, dass die Tat kein abstrakter Vorfall war, sondern ein gezielter Angriff auf das Leben und die Freiheit queerer Menschen. 

​Tim Stenzhorn, Sprecher der Grünen Jugend Dortmund, erklärt dazu: „Dieser Anschlag macht uns tief betroffen und bedrückt viele von uns ganz direkt. Als queere Person spüre ich, wie viele andere in unserer Community, den Schmerz und die Verunsicherung nach dieser Nachricht. Aber wir lassen uns nicht einschüchtern. Die Tat zeigt auf grauenhafte Weise, wohin Queerfeindlichkeit führt. Ein Angriff auf Einzelne aus unserer Community ist ein Angriff auf uns alle. Genau deshalb ist es so wichtig, dass wir laut bleiben, Raum einnehmen und auf die Straße gehen. Wir halten zusammen und wehren uns!“

Fehlendes Benennen von Queerfeindlichkeit und politische Spaltung:

​Neben der Trauer blickt die Grüne Jugend Dortmund mit großer Sorge auf die politische Debatte im Nachgang der Tat. Vertreter der CDU wie Friedrich Merz, Alexander Dobrindt und weitere Minister weigern sich weiterhin, klar zu benennen, dass es sich um einen gezielten Angriff auf die queere Community handelte. Stattdessen wird die Tat umgedeutet oder pauschalisiert.

​Die Grüne Jugend Dortmund stellt klar, dass Islamismus als menschenverachtende und tödliche Ideologie konsequent bekämpft werden muss. Abscheulich sei jedoch, wie dieser Anschlag nun genutzt wird, um rassistische Narrative zu bedienen. Während dieses Verhalten von der AfD zu erwarten war, schließen sich CDU und Junge Union nahtlos dieser Rhetorik an.

Sophie Meiler,Sprecherin der Grünen Jugend Dortmund, führt aus: ​„Es ist unerträglich, wie Friedrich Merz und andere CDU-Politiker das Problem verharmlosen. Wer nicht einmal den Mut hat auszusprechen, dass dies ein gezielter queerfeindlicher Anschlag war, nimmt unsere Sorgen nicht ernst. Islamismus ist eine reale, lebensgefährliche Bedrohung, gerade auch für queere Menschen. Wer diesen Anschlag jetzt aber ausnutzt, um Stimmung gegen Migrantinnen und Migranten zu machen, betreibt Spaltung auf dem Rücken der Opfer.“

​Kritik an der Jungen Union Dortmund: Fehlendes Mitgefühl gießt Öl ins Feuer:

​Scharfe Kritik übt die Grüne Jugend am Verhalten der Jungen Union in Dortmund. Anstatt Mitgefühl oder Solidarität mit den Betroffenen zu zeigen, beschränkt sich deren Reaktion ausschließlich darauf, den islamistischen Hintergrund des Täters hervorzuheben.

​In einer Debatte, in der viele Akteure Islam und Islamismus bewusst oder fahrlässig gleichsetzen, gießt dieser einseitige Fokus nur noch mehr Öl ins Feuer. Wer sich nur meldet, um über Islamismus zu sprechen, aber kein einziges Wort für die Opfer übrig hat, gefährdet am Ende die Sicherheit migrantischer Menschen, ohne queere Menschen auch nur ein Stück sicherer zu machen.

Tim Stenzhorn, Sprecher der Grünen Jugend Dortmund, stellt klar:​„Dass die Junge Union Dortmund kein einziges Wort des Mitgefühls für die Opfer übrig hat, sondern sich nur auf den islamistischen Hintergrund versteift, ist entlarvend. Wer sich das ganze Jahr über nie für die Rechte von queeren Menschen einsetzt, sollte sich jetzt nicht als unser Beschützer aufspielen. Die JU Dortmund beteiligt sich ohne jedes Mitgefühl an einer Debatte, in der viele andere Islam und Islamismus gleichsetzen, und treibt die Stimmung weiter an. Das schafft keine Sicherheit für uns Queere, sondern befeuert nur Ausgrenzung und Stigmatisierung in unserer Stadt.“