"Thought for food" - Aktion gegen Lebensmittelverschwendung - 13.04.2012

Seit letztem Jahr ist das Problem der Lebensmittelverschwendung in der Landwirtschaft, im Supermarkt und im Haushalt verstärkt in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt. Getan hat sich bisher wenig. Besonders hinsichtlich des Mindesthaltbarkeitsdatums, das bekanntlich keinerlei Auskunft über die Verträglichkeit eines Produkts aussagt, muss sich politisch noch einiges bewegen.

 

Im Rahmen des 38. Bundeskongresses unter dem Motto „Gerechtigkeit kennt keine Grenzen“ haben wir uns in einer Aktion in der Innenstadt des Veranstaltungsorts Dortmund dem Thema Lebensmittelverschwendung und seiner Folgen für die weltweite Versorgungslage angenommen.

So könnten alle Hungernden dieser Welt von den „Lebensmittelabfällen“ Europas gleich zweimal satt werden. Darüber hinaus sorgen Lebensmittelspekulation und die damit verbundene Hortung von Grundnahrungsmitteln wie z.B. Weizen für steigende Getreidepreise und sinkendes -angebot.


Zusammen mit Grünen Jugendlichen aus ganz Deutschland verteilten wir deshalb am Freitagnachmittag aus Mülltonnen heraus Obst und Gemüse, das nicht mehr verkaufsfähig aber noch genießbar war, an Passant*innen. Damit konnten wir zeigen, wie viele Lebensmittel fälschlicherweise als nicht mehr genießbar weggeworfen werden. Diese Phänomen betrifft dabei sowohl Kund*innen als auch Supermärkte und Landwirt*innen. Trotzdem liegt die größte Macht bei der/dem Kund*in. Deshalb empfahlen wir Passant*innen in unserem Flyer auch mal eine
krumme Möhre oder eine blasse Paprika zu kaufen. Obwohl die Statistiken und Umfragen anderes behaupten, waren sich die meisten Interessent*innen einig, dass in ihrem Haushalt nur sehr wenig Lebensmittel weggeworfen würden. Das Thema schien die Leute zu berühren. Die Assoziation mit dem Gemüse aus der Tonne erwies sich allerdings als wenig konstruktiv. So wollten nur Wenige
unser Gemüse annehmen. Schließlich schaffte es nur eine von sechs Gruppen, ihre Mülltonne zu leeren.


Insgesamt war die Aktion etwas chaotisch. Zwar konnten wir alle 600 Faltblätter loswerden, doch sowohl in Sachen Organisation als auch in Sachen Gemüse waren wir nur halbwegs erfolgreich. Erfreulicherweise waren zum Höhepunkt der Aktion über 60 Leute mit von der Partie. Da der BuVo allerdings drängte, bald in der BuKo-Schule zu erscheinen, mussten wir die Aktion bereits nach weniger als 90 Minuten beenden. So war es eine semi-erfolgreiche und kurze Aktion. Spaß hat es (fast) allen trotzdem bereitet.

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Grüne Jugend Dortmund
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Am 10.5.2016 wird unsere Jahreshauptversammlung stattfinden

Sommer 2015 haben wir eine Bildungsfahrt nach Prag unternommen.

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